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Zur Entwicklung unserer Schule

1. Anfänge

Im Juli 1900 begann in den Räumen von Volkshochschule und (später) Rathaussaal der Unterricht der gewerblichen Fortbildungsschule Linz. Das Ortsstatut schrieb die Schulpflicht bis zum 17. Lebensjahr vor. Ein nebenamtlich engagierter Volksschullehrer unterrichtete am Abend zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr in den Fächern: Gewerbekunde, Gesetzeskunde, Volkswirtschaftslehre, Gesundheitslehre, Rechnen, Raumlehre, Buchführung und Zeichnen.

1917 stellten die Stadtverordneten den Antrag auf Schließung der Schule, da die Kriegsverhältnisse einen geordneten Unterricht nicht mehr erlaubten. Die Regierung lehnte den Antrag jedoch ab und verlangte zumindest einen verkürzten Unterricht.


2. Von der Fortbildungsschule zur Berufsschule

Seit 1920 werden die Schüler nicht mehr lediglich nach ihrem Alter in Unter-, MIttel- bzw. Oberstufe, sondern nach ihrer Berufszugehörigkeit zusammengefasst. So entstanden - es war ein erster Schritt zur heutigen Berufsschule - drei Klassen: eine für ungelernte Arbeiter, eine für kaufmännische und eine dritte für handwerkliche Lehrlinge. Ein Teil der immer noch nebenamtlichen Volksschullehrer nahm an den von der Regierung eingerichteten Weiterbildungskursen teil, um den gesteigerten Ansprüchen in den Fachklassen gerecht zu werden.


3. Erste hauptamtliche Berufsschullehrerstelle 1929

Die Anstellung des Gewerbelehrers Burauen (Köln) bedeutete einen weiteren Schritt in Richtung der heutigen Schulform, da der Unterricht jetzt auch vormittags erfolgte und ein "besonderer" Schulsaal, in dem bisher die Kinderbewahrschule untergebracht war, freigemacht und nur für Berufsschulzwecke mit eigenem Mobiliar eingerichtet wurde.

Im gleichen Jahr gründet die Stadt Linz eine hauswirtschaftliche Abteilung an der bis dahin rein gewerblichen Berufsschule. Sie ist zunächst als einjähriger Kurs geplant mit wöchentlich neun Stunden.


4. Einzugsbereich Unkel, Asbach und Neustadt vergrößert

In den 30-er Jahren wuchs die Schülerzahl auf mehr als 500, da die Behörden die berufsschulpflichtigen Schüler (Gewerbe und Kaufleute) aus den Ämtern Unkel sowie Neustadt und Asbach der Linzer Berufsschule unterstellten. An vier Standorten erhielten die Schüler in 19 Klassen Unterricht.

Ein Schulneubau, den die Stadt Linz auf den "Bleichwiesen" 1938 vorsah, musste jedoch bis zum Kriegsende zurückgestellt und sollte erst am 31. März 1960 mit dem heutigen Gebäude verwirklicht werden.


5. Der Kreis wird Schulträger

1958 tritt die Stadt Linz die Schulträgerschaft an den Kreis Neuwied ab, da die Schülerzahl der gewerblichen Abteilung zu klein ist. Ziel war: Auch die beiden Berufsschulen der Stadt Neuwied, die Gewerbliche Berufsschule und die Kaufmännische Berufsschule sollen vom Kreis übernommen werden, denen dann die in Linz bestehende kaufmännische sowie die gewerbliche Abteilung zugewiesen werden sollen. Doch vorerst legte der Kreis die Linzer Schule mit der Landwirtschaftlichen Berufsschule des Kreises Neuwied zusammen. Die Leitung übernahm Karl Decker, Neuwied, der das Amt bis zu seiner Pensionierung am 30. Juni 1967 ausübte.


6. Der weitere Ausbau zur berufsbildenden Schule

Unter den Nachfolgern Joachim Schnapka, Erwin Liesenfeld und Annelie Wagner erlebte die Berufsbildende Schule Linz einen weiteren Ausbau ihrer Schulformen. Heute bietet die Alice-Salomon-Schule 16 verschiedene Bildungsgänge an, die zu den verschiedensten beruflichen und allgemeinbildenden Abschlüssen im Bereich Gesundheit, Hauswirtschaft, Sozialwesen, Pflege und Berufsvorbereitung führen. Im Schuljahr 2011/12 ist durch den Start des Beruflichen Gymnasiums "Gesundheit/Soziales" (in Kooperation mit der Ludwig-Erhard-Schule) ein weiterer besonderer Baustein hinzugekommen. Durch den beständigen Um- und Ausbau unserer Angebote versuchen wir, den Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler entsprechend unserer Funktion als Brücke zwischen (allgemeinbildender) Schule und Arbeitsmarkt bestmöglich gerecht zu werden.

 


7. Pädagogisch-didaktische Neustrukturierung

Die von Schulleiter Axel Lischewski initiierte und im Rahmen der Initiative "Schule im Aufbruch" im Schuljahr 2012/13 gestartete pädagogisch-didaktische  Neustrukturierung unserer Schule trägt im Schuljahr 2013/14 bereits erste Früchte: Bei der Nominierung für den höchstdotierten deutschen Schulwettbewerb aller Schularten ("Deutscher Schulpreis") wird die Alice-Salomon-Schule von einer Jury von hochkarätigen Wissenschaftlern und Praktikern unter die TOP 15 Schulen Deutschlands  gewählt.

Am 8.12.2015 wird mit der Verabschiedung des neuen Leitbildes unserer Schule der grundlegende  Baustein der Neustrukturierung gesetzt. Nach außen hin verbindet das am 29.11.2016 durch die Gesamtkonferenz verabschiedete neue Schullogo u.a. die verschiedenen Standorte unserer Schule miteinander.