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Alice-Salomon-Schule  –  Eine Schule im Aufbruch

       

Lernkultur der Potenzialentfaltung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten eine Lernkultur der Potenzialentfaltung an Schulen umzusetzen. Hier sehen Sie, wie die Alice-Salomon-Schule in verschiedenen Bereichen arbeitet:


Selbstorganisiertes und individualisiertes Lernen

  • SeLe-Stunden (BF 1): 3-4 Stunden pro Woche entscheiden die Schülerinnen und Schüler selbst, für welches Fach sie arbeiten wollen und welches Pensum sie erledigen möchten. Dafür haben sie individuelle Planungshefte entworfen, um die SeLe-Stunden für sich zu strukturieren.

  • SeLe-Begleitkurs (HBF): Ein halbes Jahr lang setzen die Schülerinnen und Schüler sich mit ihrem eigenen Lernen auseinander, reflektieren es und versuchen Wege zu finden, sich selber weiter zu entwickeln.

  • MoMA – Modularisierte Mathematik-Angebote: Außerhalb der Unterrichtszeit treffen sich Schülerinnen und Schüler, um mit Hilfe von Schülertutoren ihre Mathematik-Kompetenzen zu verbessern. Sie selber entscheiden über den Zeitpunkt für einen Test.

  • Portfolios: In sog. Portfolios sammeln die Schülerinnen und Schüler für sie wichtige Ergebnisse oder Handlungsprodukte aus dem Unterricht. Ebenso denken sie über ihr eigenes Lernen nach und reflektieren es.

  • Kompetenzraster: Sie helfen den Schülerinnen und Schülern, ihre zur Zeit aktuellen Kompetenzen einzuordnen, um abschätzen zu können, wo sie stehen, was sie noch erarbeiten müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

  • Kompetenzorientierte Arbeitspläne: Die Kollegen entwerfen kompetenzorientierte Arbeitspläne, die mit dem Nachdenken über die beim Schüler angestrebten Kompetenzen beginnen. Daraus werden Lernsituationen entworfen, denen bestimmte Inhalte und Methoden zugeordnet werden.


Lehrer als Lernbegleiter

  • MoMA (siehe oben): funktioniert mit Schülertutoren

  • Peer-Education – Ältere Schüler helfen jüngeren Schülern: Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule I sowie der Fachschule für Sozialpädagogik führen 1 mal pro Woche sozialpädagogische Projekte gemeinsam durch. Dadurch lernen die jüngeren Schülerinnen und Schüler von den Älteren, und die älteren Schüler können Aspekte ihres Lehrplans bei den Jugendlichen erproben.

  • Beratungslehrersystem in allen Bildungsgängen: Jedem Schüler ist ein Beratungslehrer zugeordnet, der ihn über das ganze Schuljahr hinweg begleitet.

 

Projektbasiertes Lernen

  • Projektmanagement: In einigen Bildungsgängen wird das Fach “Projektmanagement” unterrichtet. Hier lernen die Schüler, Projekte eigenständig zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Im sog. Abschlussprojekt können sie die erworbenen Fähigkeiten erproben.

  • Musical: 3 Wochen vor der Aufführung ist der normale Stundenplan nicht mehr gültig, und die Schüler arbeiten ausschließlich am Musical.

  • Theater für Klienten: Dieses im Bildungsgang der Heilerziehungspfleger durchgeführte Projekt hat als Zielgruppe Menschen mit Beeinträchtigungen, die in heilpädagogischen Einrichtungen leben.


Räumliche Gestaltungsideen für eine Lernkultur der Potenzialentfaltung

In den letzten drei Jahren gab es einige neue Räume:

  • Der Musterklassenraum für die Berufsfachschule I mit interaktivem Whiteboard,

  • der Multifunktionsraum für den Hoga-Bereich (Hotel-und Gastronomie),

  • Raum 110, wo Wände herausgerissen wurden, um den Flur mit einzubeziehen,

  • die neue Mediathek, die zum Lesen und Recherchieren einlädt.

  • Alle unsere Räume drücken in unserer Gestaltung Wertschätzung aus.

Wertschätzende Leistungsrückmeldung

  • Zielvereinbarungsgespräche,

  • kompetenzbasierte Rückmeldungen.

 

Lernen durch Engagement

  • Die neue pädagogische Hausordnung: Sie ist kein Katalog von Verboten, sondern gibt den Schülern Raum, die Grundsätze für ein friedliches Zusammenleben konkret auszugestalten: bezüglich des Umfeldes, bezüglich der Lernens, bezüglich der Problemlösung.

  • Öffentlichkeitsarbeit durch Schüler: Schüler präsentieren die Konzepte unserer Schule.

  • Schüler planen Räume und setzen die Planung auch um.

  • Schulsanitätsdienst: Schüler werden zu Sanitätern ausgebildet und stehen für Notfälle bereit.

  • Peer-Education (siehe oben).

  • HEP-Trialog: Im Bildungsgang der Heilerziehungspfleger finden regelmäßig Trialoge zwischen Schülern, Lehrern und Vertretern der Betriebe statt. Die Trialoge werden von den Schülern geplant und gestaltet.

  • Bewegungsangebote im Montessori-Kinderhaus: Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik führen regelmäßig Bewegungsangebote durch mit Kindern des Montessori-Kinderhauses.

  • Front Cooking: Schüler der Höheren Berufsfachschule kochen mit Senioren.


Lernen im Leben

  • Praktika: In fast allen Bildungsgängen finden mehrwöchige Praktika statt, in denen die Schüler ihre Fähigkeiten erproben können.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Die Eltern besuchen unsere Schule zu Elternabenden, die von ihren eigenen Kindern gestaltet werden. Sie beteiligen sich aktiv am Tag der offenen Tür.

  • Als Berufsbildende Schule arbeiten wir eng mit Betrieben und Einrichtungen zusammen.

 

Umgang mit Heterogenität

  • In den Fachschulen (Fachschule für Sozialpädagogik, Altenpflege, Altenpflegehilfe, Heilerziehungspflege und Hauswirtschaftliche Betriebsleitung) finden sich Schülerinnen und Schüler zwischen 18 und 55 Jahren.

  • In der BS Hoga sind folgende Berufe vereint: Köche, Hotelfachleute, Restaurantfachleute, Beiköche, Restaurantfachgehilfen. Die Bildungsabschlüsse der Auszubildenden erstrecken sich vom Abitur bis zur Berufsreife.

  • In der BS HW (Berufsschule für Hauswirtschaft) haben wir eine Jahrgangssammelklasse aller drei Ausbildungsjahre.

  • 16 % unserer Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund, sie kommen aus 35 verschiedenen Nationen.

  • In unseren Lernarrangements erfahren wir diese heterogen zusammengesetzten Lerngruppen als Bereicherung. Die Schülerinnen und Schüler lernen miteinander und voneinander.

 

Gelebte Schulgemeinschaft

  • Zu Beginn des neuen Schuljahres begrüßen wir unsere Schülerinnen und Schüler durch Einführungstage (3-5 Tage).

  • Am Ende des Schuljahres finden in allen Bildungsgängen Abschlussfeiern statt.

  • Im Dezember gibt es ein Weihnachtsvolleyball-Turnier.

  • Für das Kollegium organisiert eine Kollegin des Örtlichen Personalrates mehrere soziale Veranstaltungen.

  • Der Tag der offenen Tür ist ein riesiges Fest für die ganze Schule.


Demokratische Mitbestimmung des Schulteams

  • Die neue pädagogische Hausordnung (s.o.)

 

Zusammenarbeit des Schulteams

Innerhalb des Kollegiums gibt es folgenden Teamstrukturen:

  • Bildungsgangsteams

  • Klassenteams

  • Fachkonferenzen

  • Schulleitungsteam

  • Schulentwicklungsteam (SET)

  • ÖPR (Örtlicher Personalrat)

  • Team Peer-Education

  • Arbeitsgruppe “Schule im Aufbruch”

  • Arbeitsgruppe BVJ

  • Arbeitsgruppe Erasmus+ …     

  • Arbeitsgruppe Erlebnis-Pädagogik            

  • Teamphoto Erlebnispädagogen

            


Strukturelle Rahmenbedingungen für eine neue Lernkultur

  • Wir streben für das kommende Schuljahr Blöcke für die allgemeinbildenden Fächer sowie die berufsbezogenen Fächer an, in denen Module angeboten werden, die den Schülerinnen und Schülern individuelle Wahlmöglichkeiten bieten.

  • Beim Musical werden in der Intensivphase die letzten 3 Wochen vor den Aufführungen komplett für die Musical-Arbeit genutzt. Der normale Stundenplan ist außer Kraft gesetzt.

 

Lernen mit digitalen Medien

  • Moodle

  • dropbox

  • Khan-Academy für das E-learning

 

Lernende Schule

  • Studientage für das gesamte Kollegium: Workshops, die sich aus der externen Evaluation ergeben hatten.

  • SchiLf-Tage für einzelne Bildungsgänge, z.B. für das BVJ zum Thema “Gewaltfreie Kommunikation”.

  • Die Arbeitsgruppe “Schule im Aufbruch” versteht sich als Think Tank, als Raum für die Entwicklung von Visionen und Träumen.

 

Was ist der Leitgedanke Ihrer Schule?

  • “Mensch sein”

  • Anstoß-Workshop der Initiative Neues Lernen (INL) wird genutzt, um das Leitbild der Schule zu aktualisieren.

 

Auf welche Aspekte Ihre Schule sind Sie besonders stolz?

  • Wir sind stolz darauf, dass wir zu den Top 20-Schulen des Deutschen Schulpreises gehören, die ins Finale gehen.

  • Weiterhin sind wir stolz auf die Neue pädagogische Hausordnung,

  • auf das BF I-Konzept,

  • auf den Tag der offenen Tür und die deutlich verbesserte Öffentlichkeitsarbeit,

  • auf den zur Zeit sehr aktiven Schulentwicklungsprozess,

  • darauf, dass sich auch die Räume positiv verändert haben,

  • auf die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Kollegen,

  • auf das sehr positive Lernklima,

  • auf die hohe Flexibilität des Kollegiums trotz 3 Schulstandorten,

  • darauf, dass wir eine pädagogische Schule sind und mit unserer Arbeit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten,

  • auf gelungene theaterpädagogische Veranstaltungen – auf unser Musical und die Theater-AG,

  • auf die Realisierung des Bildungsgangs Erzieher-Teilzeit (FS Soz TZ),

  • darauf, dass unsere Schule eine 2. Chance für viele Schüler ist.

  • Wir sind stolz auf alle Bildungsgänge unserer Schule.

 

Wie ist es dazu gekommen, dass Sie eine Schule im Aufbruch geworden sind?

  • Auf dem Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf im Februar 2012 zum ersten Mal durch einen Vortrag von Gerald Hüther von Schule im Aufbruch gehört.

  • Auf der ersten Gesamtkonferenz nach den Sommerferien im Jahr 2012 im Kollegium vorgestellt. Seitdem gehören wir zu den Erstunterzeichnern dieser Initiative.

  • Durch zahlreiche innovative Schulentwicklungsprojekte tatsächlich zu einer Schule im Aufbruch geworden.


Welche Entwicklung möchten Sie mit Ihrer Schule als nächstes angehen?

  • Leitbild-Aktualisierung

  • Förderung der Selbststeuerung

  • Schaffung von Team-Strukturen

  • Erprobung offener Unterrichtsformen

  • Gestaltung von Schule als Lebensraum

  • Aufbau der internationalen Kontakte mit Erasmus+

  • Pädagogische Neuausrichtung des Berufsvorbereitungsjahres

 

Stadt: Linz

Bundesland: Rheinland Pfalz

Internetseite: www.bbs-linz.de

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anzahl der SchülerInnen: ca. 1200

Alter der Schüler 15 - 55

Schulform: Berufsbildende Schule

Anzahl der Lehrkräfte: ca. 90

Quelle: http://blog.schule-im-aufbruch.de/schulen-im-netzwerk/alice-salomon-schule-linz/

 

 


 

Seit 2012 gehört die Alice-Salomon-Schule der Initiative "Schule im Aufbruch" an. 

 

pdfSchule im Aufbruch (Vorstellung)

Schule im Aufbruch (www.schule-im-aufbruch.de)

pdfJahresbericht.pdf

 

Wir sind Erstunterzeichner und Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung der Schule im Aufbruch-Akademie im September 2013: